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Für Senioren ist in Århus auch künftig gesorgt

Senioren von heute kann man nicht mehr mit denen früherer Tage vergleichen, denn sie werden immer individualistischer, aktiver und unternehmungslustiger. Dass im Jahre 2008 in Däne-mark mehr Menschen als je zuvor ins Renten-alter kommen, ist eine gesellschaftliche Heraus-forderung. Darauf stellt man sich in der Kom-mune Århus schon heute ein. Wenn Beschlüsse zur künftigen Seniorenpolitik anstehen, müssen diese mit den Interessen aller Bürger in Einklang gebracht werden.  

Zukunftsbotschafter

Anfang des Jahres 2003 wurden in der Kom-mune Århus 23 so genannte Zukunftsbotschaf-ter ernannt, bei denen es sich um ältere Männer und Frauen aus Århus und Umgebung handelt, die an gesellschaftlichen Fragestellungen interessiert sind und mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg halten. Sie sollten die Debatte beleben und Vorschläge zur Gestaltung der Senior-enpolitik in der Kommune Århus machen. Im Laufe des Jahres kamen sie zu so genannten Zukunftscafés zusammen, um über Fragen des Seniorenbereichs zu diskutieren.

Im Januar 2004 legten sie ein Arbeitspapier mit Ideen und Vorschlägen zur Zukunft der Senioren in Århus vor, und im Juli 2005 konnte der für Gesundheitsfragen zuständige Dezernent Niels Erik Eskildsen das Konzept „Ældrepakken 2005“ vorstellen. Es war mit DKK 60 Mio. für Verbesserungen im Seniorenbereich ausgestattet, die von den Zukunftsbotschaftern angeregt worden waren. Dazu zählten u. a. Verbesse-rungsvorschläge bezüglich Wohnungsangebot, Gesundheitsversorgung, Begegnungszentren, Vorbeugung, Aktivitäten im Freien und Ernährung.

Selbstverwaltete Aktivitätseinrichtungen

Die Kommune Århus unterstützt die Senioren, indem sie unentgeltlich vier in der Innenstadt liegende Häuser, so genannte Frivillighuse, zur Verfügung stellt, die von ihnen in Selbstverwal-tung für sinnvolle Freizeitaktivitäten genutzt werden können. Hier kann man neue Bekannt-schaften schließen und sich einer Gemeinschaft anschließen, was zur Lebensqualität beiträgt.

Senioren werden gefragt

In der Kommune Århus wurden verschiedene Beiräte eingerichtet, in denen die Senioren ihren Einfluss geltend machen können.

Einer davon ist der 1997 gegründete Senioren-beirat. Alle über 60 Jahre alten Mitbürger können sich um einen Sitz im Beirat bewerben, der alle 4 Jahre gewählt wird und in allen die Senioren betreffenden Fragen beratend tätig werden kann.

Jedem der 38 Lokalzentren im Kommunebe-reich steht das Recht zu, einen Beirat zu wählen, der es ihnen ermöglicht, Einfluss auf Ver-waltung und Aktivitätsangebote zu nehmen. Beiräte gibt es auch für Heimbewohner und ihre Angehörigen.

Für den Seniorenbereich ist der 3. Magistrat der Kommune Århus zuständig. Es besteht eine Zusammenarbeit mit den privaten Organisationen Ældre Sagen, Århus Pensionist Samråd und OK Klubberne, weil Entscheidungen auf der Grundlage ihrer Wünsche und Bedürfnisse gefällt werden sollen.