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Den Gamle By – dänische Geschichte unterwegs in die Zukunft |
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Junge Paare bummeln Hand in Hand im Den Gamle By (Die alte Stadt) und betrachten Möbel und Wohnungseinrichtungen aus der Renais-sance, aus dem Barock und aus der Zeit, als Plüsch und Pleureusen modern waren. Das tun sie sehr interessiert, denn wer gerade dabei ist, selbst ein Zuhause einzurichten, lässt sich gerne inspirieren.
Gartenfreunde nehmen mit Interesse zur Kenntnis, dass man im 19. Jh. Salbei als Einfassung für die Beete im Gemüsegarten benutzte.
Hobbyheimwerker fühlen sich bestätigt, dass Häuser mit Kalkanstrich nicht nur schöner aus-sehen, sondern auch der Gesundheit zuträg-licher sind als solche mit Kunststoffanstrich.
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Wieder andere rümpfen skeptisch die Nase, wenn ein Küchenmädchen eine Kostprobe nach einem Rezept aus dem Jahre 1864 anbietet. Aber sobald sie probiert haben, sind sie positiv überrascht: Kohlsuppe schmeckt gar nicht so übel – und gesund ist sie sicher auch!
Lehrreich und unterhaltsam
Die Museumsbesucher müssen Geschichte praktisch und hautnah erleben können. Denn das macht Spaß!
Ein Museum darf kein Ort sein, an dem Expona-te langsam verstauben oder der Geschichte um ihrer selbst willen gehuldigt wird. Denn Gegen-stände sind tot, und Geschichte ist... – naja, Geschichte eben. Nein, ein Museum muss heute und morgen die Menschen ansprechen. |
 |  | Wenn man Hühner hielt, hatte man jederzeit Eier und Geflügel für die Küche. Photo: Knud Nielsen. |
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In der museumseigenen Brauerei wird ab und zu
Bier gebraut.
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Der Besuch eines Freilichtmuseums erinnert an eine Reise in ein unbekanntes Land, denn man sieht seinen Alltag und sein Dasein mit anderen Augen. Man hat das Gefühl, in die Geschichte einzutauchen. Man betrachtet die Relikte vergangener Zeiten in den Glasvitrinen mit den erläuternden Texten nicht distanziert, sondern ist mitten im Geschehen jener Tage. Im Freilicht-museum Den Gamle By kann man Geschichte mit allen Sinnen erfahren.
Ständig etwas Neues
Im Freilichtmuseum wird ständig etwas verändert. Es werden Häuser gebaut, es kommen neue Museumsbereiche hinzu, Ausstellungen werden arrangiert, und es gibt immer wieder Initiativen, dänische Geschichte neu zu inter-pretieren. |
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In Den Gamle By wurde kürzlich das Haus Eil-schous Boliger errichtet, wo H.C. Andersen erste literarische und kulturelle Erfahrungen sammelte. Das Dänische Plakatmuseum wurde in Den Gamle By eingegliedert, und es besteht eine Zusammenarbeit mit der Universität Århus, um die Geschichte dänischer Städte authentisch wiederzugeben.
Das größte Vorhaben der nächsten Zeit ist die Errichtung eines Stadtviertels, in dem gezeigt werden soll, wie es in noch nicht allzu ferner Vergangenheit zuging. Hier sollen eine Kaffee-rösterei, ein Haushaltswarenladen, ein Gemischt-warenladen, ein türkischer Obst- und Gemüse-laden, eine Studentenbude und vielleicht auch ein Pornoladen entstehen.
Das Museum soll über die Sinne auch die Gefühle ansprechen. |
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Die geschäftliche Seite
Um Qualität gewährleisten zu können, muss man finanziell handlungsfähig sein. Moderne Museen müssen über eigene Einnahmequellen verfügen, denn nur so ist eine weitere Entwick-lung möglich.
Aus diesem Grund wurden in Den Gamle By Einrichtungen für Tagungen, Konferenzen und Prominententreffen geschaffen. So könnte ein Veranstaltungstag aussehen: PowerPoint-Vor-führung im Helsingør Theater, Besuch der Brauerei, Kostprobe einer aktuellen Opernins-zenierung und abschließend ein Diner im Restaurant Prins Ferdinand.
Als Kulturbetriebe gehören die Museen zur Un-terhaltungsbranche, die weltweit die größten Zuwachsraten zu verzeichnen hat. Daher müssen die Museen selbst neue Möglichkeiten ergreifen und ausbauen. |
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Im Helsingør Theater finden Opernaufführungen, aber auch Tagungen und Produkt-
präsentationen statt. Photo: Knud Nielsen |
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